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noisehammer
Anmeldedatum: 08.04.2011 Beiträge: 7
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Verfasst am: Mo, 07.05.2012 22:26 Titel: A4000T Inbetriebnahme: an TFT-Monitor anschließen |
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Hallo zusammen,
habe mir nun einen gebrauchten A4000T gekauft. Hatte früher Anfang 90er
am A2000 von meinem älteren Bruder viel gespielt. Nun möchte ich mit meinem A4000T einen highend Amiga aufbauen, mich mit der Hardware beschäftigen und vor allem auch das AmigaOS kennenlernen, da ich das früher nie benutzt hatte.
Stand heute:
Amiga ist da, mit 68060 CPU Erweiterungskarte.
Einschalten funktioniert schonmal. CPU wird mit 50Mhz korrekt erkannt.
Doch es gibt Probleme mit dem Videosignal.
Habe mir gleich den Scandoubler Arxon dazubestellt. Als ich allerdings mein MEDION 19" TFT Monitor angeschlossen hatte, ging erstmal gar nix, schwarzer Bildschirm
Dann habe ich mich schlau gemacht, dass der TFT mit dem 50Hz PAL Signal wohl nicht klar kommt. Bin dann her und habe den Jumper von PAL auf NTSC auf dem Mainboard umgestöpselt. Und siehe da, es kam prompt ein Bild! Immerhin, beim dunkelblauem Startbild bin ich schonmal angekommen
Doch die Freude hielt leider nur wenige Sekunden an, bis ich gemerkt habe, dass vertikale Streifen im Hintergrund zu erkennen sind. Diese Streifen sieht man auch schon auf dem schwarzen Hintergrund noch bevor das Startbild erscheint. Bin dann her und habe mit dem mitgeliefertem Scart Kabel den Amiga an meinem Plasma-TV angeschlossen, d.h. direkt über den seriellen Ausgang vom Mainboard. Und siehe da, klares Bild, ohne Streifen. Nun denke ich, dass es wohl entweder mit dem Scandoubler zutun haben muss, oder ich habe einfach Pech mit meinem TFT, weil er nicht geeignet ist für den Amiga. Habe dann noch mit den Jumpern auf der Scandoubler Karte gespielt. Dort gibt es zwei Jumper.
Doch hat leider auch nichts wirklich gebracht gegen die Streifen. Beim Jumper J1 mit der Pinstellung 2+3 ist der Jumper etwas fingerwarm geworden. Hoffe, ich habe da keinen Kurzen gemacht. Aber kanns mir nicht vorstellen, denn sonst wäre die Jumperstellung ja sinnlos... Es sei denn, man darf diese Jumperstellung nur unter bestimmten Bedingungen verwenden. Naja, das Bild kommt jedenfalls noch
Jetzt die Frage(n):
Wer von Euch hat damit Erfahrung und kann mir sagen, woher diese Hintergrundstreifen kommen ? Brauche ich vielleicht einen FlickerFixer anstelle eines Scandoublers ?
Oder andersrum: Sind diese Streifen an einem TFT wegen der Wandlung vielleicht sogar normal ?? (kanns mir aber nicht vorstellen)
Und ist es überhaupt sinnvoll das Signal auf NTSC umzustellen ?
Kommen damit die ganzen Games überhaupt klar ?
Oder vielleicht eine ganz andere Frage:
Kann mir von Euch jemand ein gutes Amiga-Hardware Doku empfehlen ?
Idealerweise Deutsch. Englisch würd aber auch gehen...
Finde es immer lästig bei jedem Problem erstmal das halbe Google durchzusuchen. Lieber wäre es mir alles erstmal anhand einer Doku/Literatur durchzustudieren.
Zum Abschluss noch etwas:
Ich möchte ja gerne einige Spiele von damals wieder spielen.
Habe von WHDLoad gehört. Gibt es Möglichkeiten die Spiele trotzdem von Diskette zu booten ? Sowas wie ein Kickstart-Umschalter ?
Auf http://eager.back2roots.org/ habe ich eine Liste von Spielen, wo dabei steht welche Kickstartversion die brauchen. Wenn dabei steht, mit A1200 kompatibel, laufen die dann auch auf dem A4000T ?
Vielen Dank!
Stephan |
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Dennis

Anmeldedatum: 26.10.2004 Beiträge: 17051
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Verfasst am: Mo, 07.05.2012 23:10 Titel: |
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Zwischen den ollen Amigas und aktuellen TFT-Displays gibt es leider oft Probleme. Ist der Fluch des Alters. Der Amiga liefert ein besseres Antennensignal, das TFT hätte am liebsten digitale Daten um optimal zu laufen. Lässt sich mit etwas Geduld und Nachregeln mit etwas Glück zufriedenstellend einstellen, es gibt aber auch TFTs die den Amiga partout nicht mögen wollen. Da hilft es dann nur die Streithähne zu trennen und ein anderes Gerät zu verwenden.
Das Umstellen auf NTSC bringt dir nur wenig Besserung, sobald du ein PAL-Spiel startest ist das Bild wieder finster.
Die Bildprobleme können von einer schlecht eingestellten Bildgeometrie oder einer Inkompatiblität zwischen aktuellem Screenmode und Display kommen. Du kannst andere Screenmodes ausprobieren (z.B. Highgfx, Productivity oder Euro36/72) und mit Overscan rumexperimentieren.
Ich würde den gekauften Scandoubler zurückgehen lassen (falls möglich). Wenn du heutzutage einen Amiga möglichst problemlos an ein TFT klemmen willst gibt es nur wenige empfehlenswerte Möglichkeiten, z.B. den Indivision AGA Mk II für A1200/A4000T
http://www.vesalia.de/d_indivisionagamk2.htm
149 Euro sind ein steiler Kurs, aber das Ding ist wirklich optimal auf die aktuellen Displays abgestimmt und zaubert unter der WB und auch bei so ziemlich allen Spielen ein perfektes Bild bei 60 Hertz auf den Screen. Also keinerlei Kompatiblitätsprobleme und auch vor falsch eingestellter Geometrie bleibst du verschont.
Eine andere Möglichkeit wäre eine Picasso IV zu erwerben, die hat so ziemlich den genialsten Scandoubler eingebaut, der es für den Amiga gab (abgesehen vom Indivision). Das Ding ist allerdings auch schon wieder von Mitte der 90er und nicht für TFTs ausgelegt. Da könntest du je nach TFT Probleme bekommen wie mit deinem aktuellen Scandoubler. Kann aber auch mit etwas Nachjustierung akzeptabel funktionieren.
Diese Karten kommen aber ziemlich selten rum und werden mittlerweile zu Kursen deutlich über 250 Euro gehandelt.
http://amiga.resource.cx/exp/picasso4#t_picasso4
Das Ding ist eine vollwertige Grafikkarte für den Amiga und ermöglicht die Nutzung diverser Screenmodes, z.B. 1024*768 bei 24 Bit oder 1280*1024 bei 256 Farben (flimmerfrei).
Eine günstige Möglichkeit wäre, den Amiga via RGB an einen TFT mit SCART-Anschluss zu hängen. Da könntest du auf den Scandoubler sogar komplett verzichten. Damit bleibst du aber auf die originalen Auflösungen und Farbtiefen des Amigas beschränkt und nicht alle Modi funktionieren vernünftig.
Ein Flickerfixer ist eine Zusatzkarte, die es dem Amiga ermöglicht InterlaceModi flimmerfrei anzuzeigen. Eine derartige Funktionalität ist aber in den meisten Scandoublern bereits eingebaut. Mir fällt nicht mal einer ein, der nur doubled und dabei nicht direkt auch interlaced.
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Mit dem 4000T mit 060 und Kick 3.0/3.1 hast du dir für alte Amigaspiele von Diskette genau den falschen Amiga ausgesucht. Diskette einlegen und davon booten wird dir bei den alten Spielen in etlichen Fällen nur einen Absturz einbringen. Spiele die laufen werden es in der Regel zu schnell tun. Da sprechen diverse Sachen gegen, nicht nur die installierte Kickstart, auch der 060er und der AGA-Chipsatz sind stolpersteine.
Es gibt die Möglichkeit im Bootmenü des Amigas die Caches des 060er auszuschalten und das Chipset auf OCS oder ECS zurückzustellen. Das bringt wahrscheinlich schon wieder diverse Programme zum laufen, die auf einem nackten 1200er laufen.
Im Aminet finden sich auch Degrader, die andere Amigas auf dem aktuellen Amiga emulieren, z.B. Tude
http://aminet.net/package/util/misc/TUDE
Musst du mal ausprobieren ob du mit den Dingern weiterkommst. Ich habe sowas noch nicht an einem so "großen" Amiga ausprobiert.
Ich würde sagen mit WHDLoad fährst du bei so einem gut bestückten Amiga am besten.
Die beiden großen Hardwareseiten für den Amiga sind Amiga Resoure und das Big Book of Amiga Hardware.
http://www.amiga-resistance.info/bboahfaq/
http://amiga.resource.cx/
Eine große Auswahl an kostenlosen Programmen für alle Gelegenheiten findet man im Aminet.
http://aminet.net/
gruss
Dennis
Edit: Ach ja, der Indivision ist noch frisch auf dem Markt und die Software noch nicht 100%ig fertig. Jens ist aber ein zuverlässiger Geselle und ich habe keine Zweifel daran, das er die Software zufriedenstellend fertigentwickeln wird. Mit dem Kauf solltest du aber nicht zu lange warten, Amigahardware wird heutzutage in eher kleinen "Batches" hergestellt und wenn weg, dann weg, ohne große Aussichten darauf, das nochmal eine neue Charge produziert wird.  _________________ Überlebender des 2024er 4-Tage Banns. |
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noisehammer
Anmeldedatum: 08.04.2011 Beiträge: 7
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Verfasst am: Di, 08.05.2012 02:00 Titel: |
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Hallo Dennis,
danke für die ausführlichen Antworten!
Ich denke ich werde mich wohl entscheiden müssen, ob ich mir deinen vorgeschlagenen highend FlickerFixer kaufe oder ob ich auf einen Scart-TFT umsteige. Wobei diese Scart-TFTs sind ja meistens 21" aufwärts, also schon fast wie ein kleiner Flachbildfernseher Frage mich, ob mir dann die Standardauflösungen nicht doch etwas zu pixelig werden :/ Der Vorteil wäre, ich könnte den neuen Monitor gleichzeitig für meinen jetzigen PC verwenden.
Der Picasso IV hört sich jetz für mich erstmal nich so toll an (zu teuer).
Ehrlichgesagt habe ich für die 060er Karte mit RAM jetzt schon genug Geld ausgegeben (~400€).
Da würde ich mein restliches Budget lieber in einen neuen Highend-Monitor mit Scart investieren. Zumal ich für die ganzen Amiga Spiele ja auch noch genug Geld ausgeben muss...
Den Flickerfixer könnt ich dann irgendwann später holen, wenn die Kasse wieder voller ist.
Werde am Wochenende mal einen Dell 17" TFT von meinem Bruder ausprobieren, mal schauen ob der das gleiche Bildproblem zeigt.
Wie kann ich für das Startscreen andere Auflösungen einstellen ? Geht das per Jumper oder per Menü? (muss mich da erst noch schlau machen)
| Zitat: |
Mit dem 4000T mit 060 und Kick 3.0/3.1 hast du dir für alte Amigaspiele von Diskette genau den falschen Amiga ausgesucht. Diskette einlegen und davon booten wird dir bei den alten Spielen in etlichen Fällen nur einen Absturz einbringen. Spiele die laufen werden es in der Regel zu schnell tun. Da sprechen diverse Sachen gegen, nicht nur die installierte Kickstart, auch der 060er und der AGA-Chipsatz sind stolpersteine.
Es gibt die Möglichkeit im Bootmenü des Amigas die Caches des 060er auszuschalten und das Chipset auf OCS oder ECS zurückzustellen. Das bringt wahrscheinlich schon wieder diverse Programme zum laufen, die auf einem nackten 1200er laufen.
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Ja das war mir beim Kauf auch schon bewusst, dass der A4000 hinsichtlich Spiele etwas kompliziert sein wird. Hat mich früher in den 90ern schon genervt, dass die Amigas alle nicht so richtig abwärtskompatibel sind.
Die ganzen Programme scheinen wohl alle sehr hardwarenah geschrieben worden zu sein, sodass jede kleinste Änderung gleich zum Absturz führt, wie du schon sagtest.
Aber gut, ich musste mich zuvor eben entscheiden, möchte ich eher einen Amiga, bei dem alle Spiele per Diskboot laufen, oder eher was größeres schnelles im highend Bereich. Ich wollte mir erst einen A3000 holen, danach bekam ich aber das Angebot für den A4000. Ich möchte eben auch noch gerne viel mit LAN ausprobieren, Webbrowser, Workbenches mit OS3.1 von Festplatte. Der A3000 hätte zwar noch den ECS gehabt, aber unterm Strich wäre ich mit dem A3000 vemutlich auch nicht flexibler als jetzt mit dem A4k oder?
wenn du sagst, dass man den Chipsatz beim 4k wahlweise sowieso auf OCS/ECS umstellen kann, habe ich das Problem ohnehin nicht.
Dann bleibt nur noch das Kickstart-ROM als Stolperfalle. Habe aber was von einem Umschalter gehört ? Gibts da vielleicht was ? Praktisch wäre sowas wie ein Kickstart Bootloader von Festplatte
Mit WHDLoad hab ich mich noch nie beschäftigt, nur gehört, ist das eigentlich ein Emulator ?
| Zitat: |
Im Aminet finden sich auch Degrader, die andere Amigas auf dem aktuellen Amiga emulieren, z.B. Tude |
Nimms mir nicht übel, aber wenn ich emulieren höre, bekomm ich sofort Schweißausbrüche. Würde es etwas daneben finden, wenn ich einen Amiga im Amiga emulieren müsste... Die Games und sonstige Programme sollten schon nativ laufen.
WHDLoad ist ja meines Wissens auch kein reiner Emulator so wie man es unter Windows kennt, oder ? |
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gunatm Board-Angestellter

Anmeldedatum: 26.10.2004 Beiträge: 49355 Wohnort: Bahrenfeld
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Verfasst am: Di, 08.05.2012 08:13 Titel: |
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Ich würde zum guten Scandoubler raten, weil das Bild über Scart doch recht schlecht sein kann. Der 4000er ist eine hervorragende Spielemaschine. Herzlichen Glückwunsch! Zum Spielen empfiehlt sich der Einsatz der Software whdload. Damit umschifft man auch alle Kompatibelitätsprobleme. _________________ ------------------------------
"Moin moin und Prost Kaffee" |
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CrazyIcecap

Anmeldedatum: 10.02.2005 Beiträge: 5798 Wohnort: 19258 Boizenburg
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Verfasst am: Di, 08.05.2012 09:06 Titel: |
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WHDLoad ist KEIN Emulator. Ist eher mit WINE vergleichbar.
Das ist ein hervorragendes kleines Programm, welches sein Geld mehr als wert ist Mittlerweile gibt es für fast alle Problemspiele WHD-Installs/Slaves, und es ist sehr komfortabel. Läuft selbst auf nem Amiga 500, genügend RAM vorrausgesetzt.
Schau es Dir einfach mal auf http://whdload.de/ an. _________________ Fremdwörter sind mein Tresor, da kann mir keiner imprägnieren - ich habe immerhin 3 Sylvester an der Humbug-Nervosität storniert! Von meinem Wissen können noch Generatoren profilieren! |
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Janusz

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Birdy Board-Angestellter

Anmeldedatum: 26.10.2004 Beiträge: 2895 Wohnort: Nähe München
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Verfasst am: Di, 08.05.2012 21:49 Titel: |
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| noisehammer hat Folgendes geschrieben: | Wobei diese Scart-TFTs sind ja meistens 21" aufwärts, also schon fast wie ein kleiner Flachbildfernseher  |
Man muss übrigens nicht unbedingt einen TFT-Monitor mit Scart suchen. Ein Fernseher erfüllt denselben Zweck. Und die Auswahl bei den Fernsehern ist echt riesig und die Preise fangen bei sehr humanen 100 Euro an
http://geizhals.de/?cat=tvlcd&xf=1430_26%2F66%7E33_15%2F38%7E122_SCART&sort=p
Ich benutze für meine Amigas einen inzwischen etwas älteren Toshiba 20V300, ein 20" Fernseher mit 800x600 Auflösung, und bin sehr zufrieden damit.
Aber wie Guna schon gesagt hat. Ideal ist Scart nicht. Die Picasso IV ist zwar recht teuer aber auf jeden Fall die erste Wahl für Deinen A4000. |
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