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Das leidige Problem mit dem Ready Signal [gelöst]

 
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Stephan++



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BeitragVerfasst am: Fr, 18.05.2012 15:41    Titel: Das leidige Problem mit dem Ready Signal [gelöst] Antworten mit Zitat

Moin,

da ich neulich per Zufall auf folgenden Artikel gestoßen bin: http://www.pitsch.de/stuff/amiga/floppy.htm habe ich meinen guten alten Amiga 1200 wieder rausgekramt, um das Ganze mal zu testen.
Es handelt sich dabei um einen ESCOM A1200, der ja bekanntlich ab Werk ein umgebautes HD Floppy Laufwerk verbaut hat. Das Laufwerk fängt langsam an den Geist aufzugeben, da man eine Diskette mehrfach ein und auswerfen muss, bis das Laufwerk sie erkennt. Daher der geplante umbau.

Mit dem bereits eingebauten Laufwerk (MITSUMI D359T6) habe ich erst mal X-Copy ausprobiert, mit dem Ergebnis, dass ich angezeigt bekomme, dass keine Diskette in DF0: eingelegt sei.
Da ich hier noch einige Floppylaufwerke rumliegen habe, die auch glücklicherweise im o.g. Artikel zu finden sind, habe ich also den Lötkolben raus geholt und das erste Laufwerk umgebaut: Ein MITSUBISHI MF355F-3490UC. Nach etwas fummeliger SMD Löterei stellte ich nach dem Einbau in den Amiga erfreulich fest, dass es nun DD Disketten lesen kann. Soweit so gut.
Bei X-Copy jedoch weiterhin die Meldung: Keine Disk in DF0:.

Vielleicht habe ich beim Löten einen Fehler gemacht? (war das erste mal mit SMD) Also habe ich mir das nächste Laufwerk geschnappt: Ein MITSUMI D359M3. Nach einer weiteren fummeligen Lötaktion (man muss einen Draht direkt auf die Leiterbahn der Platine löten) war auch das Laufwerk umgebaut und wurde vom Amiga erkannt.
Auch hier wieder das Problem, dass X-Copy meint, es sei keine Disk in DF0: eingelegt.

Soweit ich weiß liegt das an dem READY Signal, dass nur von sehr wenigen Programmen (X-Copy) und Spielen ausgewertet wird. Ich habe jedoch genau wie in der Umbauanleitung beschrieben die Ready Signal Leitung verlötet. Es wundert mich daher, dass X-Copy immer noch Zicken macht.

Habe ich eventuell irgendwas vergessen? Oder Funktioniert X-CopyPro mit dem A1200 einfach nur nicht richtig? Ich bin da wirklich ratlos. Shocked


Zuletzt bearbeitet von Stephan++ am So, 20.05.2012 01:43, insgesamt 2-mal bearbeitet
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gunatm
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BeitragVerfasst am: Fr, 18.05.2012 17:03    Titel: Antworten mit Zitat

Das Problem ist der Escom Commodore.

Link: http://www.terminal-entry.de/amiga/download.html
Link: http://mitglied.multimania.de/camiga/Floppy.html

Generell geht es in deinem Artikel um die generelle Anpassung von PC-Floppies an den Amiga.

Link: http://www.amiga.org/forums/showthread.php?t=1277
Link: http://www.forum64.de/wbb3/board314-au-erhalb-des-c64/board169-amiga/board163-hardware/47641-a1200-escom-floppy-fix-frage/

Tepe meint im letzten Thread folgendes:

Zitat:
Ne Menge Halbwissen, 1-2 Kabel anlöten würd ich nun nicht als großes modden bezeichnen.

Es fehlt nur ein Signal am Floppystecker, das holt man sich von der Buchse wo die externen Laufwerke angeschlossen werden.

_________________
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Stephan++



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BeitragVerfasst am: Sa, 19.05.2012 00:05    Titel: Antworten mit Zitat

Verstehe. Ich dachte eigentlich, dass am Mainboard gegenüber der Commodore Version nichts verändert wurde... Aber dass der interne Pin erst gar nicht belegt wurde erklärt dann wohl einiges. Smile
Eigentlich würde ich den Amiga ungern verbasteln, da er bis auf etwas Vergilbung noch im originalen und nahezu neuwertigem Zustand ist. Eine kleine Drahtbrücke dürfte jedoch verschmerzbar sein; kann man ja notfalls wieder ablöten.

Laut Toni Pomar soll man also den Pin 1 (/RDY) des externen Floppy Ports mit Pin 10 (/SEL0) den internen Ports verbinden und eine Diode in Richtung des internen Busses verbauen:



Das würde also heißen, dass die Readyleitung des externen Ports auf LOW gezogen wird, sobald SEL0 auf LOW gezogen wird, also das DF0 Laufwerk selektiert wird, richtig?

Was mir dabei noch Sorgen macht ist:

Zitat:

[...] Und probierte meine alten Spiele aus und sie liefen auch wieder [...] aber als ich dann mit Dos Disketten arbeitete und auf ihnen schreiben wollte traten Schreib/Lesefehler auf [...]. Nachdem ich die Diode entfehrnte funktionierten Dos Disketten wieder normal, aber die die ich mit diesen FloppyFix benutzt hatte waren hin. Es beeinflußt doch das Betriebssystem im gegensatz dazu was Toni Pomar behauptete. (Quelle: http://mitglied.multimania.de/camiga/Floppy.html)


Da ich den Amiga wie gesagt nicht verbasteln möchte (Dremeln kommt nicht in Frage) finde ich die Lösung mit dem Schalter eher unbefriedigend. Da die Probleme nur bei Schreibvorgängen auftreten zu scheinen, wäre ein Lösungsansatz meinerseits Pin 16 (/DKUE - Umschalten auf Schreiben) des internen Ports zusammen mit einem mit einem AND Gatter mit der /RDY Leitung des externen Ports zu verbinden, so dass PIN1 des externen Ports nur auf LOW gezogen wird, wenn das Floppy im Lesemodus ist. Die Frage ist was X-Copy dazu sagen würde, aber ein Versuch wärs wert.

Gibt es denn weitere Erfahrungswerte mit der Lösung von Toni Pomar?
Könnte es denn nicht bei einigen Trackloadern zu Problemen kommen, wenn sofort das Ready Signal anlegt, obwohl der Motor noch nicht die benötigte Drehzahl erreicht hat? Wäre da nicht eine kurze Einschaltverzögerung von z.B. 500ms sinnvoll?

Jedenfalls erstmal Danke für die Info.
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Zuletzt bearbeitet von Stephan++ am Sa, 19.05.2012 00:47, insgesamt einmal bearbeitet
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Stephan++



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BeitragVerfasst am: Sa, 19.05.2012 00:45    Titel: Antworten mit Zitat

Wäre es nicht außerdem sinnvoller die interne Readyleitung mit der externen Readyleitung zu verbinden? Immerhin habe ich mir das Signal mühevoll am Floppylaufwerk erlötet. Smile
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A500Man



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BeitragVerfasst am: Sa, 19.05.2012 11:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe keinen A1200, aber ich hatte das gleiche Problem mit X-Copy und dem Ready-Signal beim Um-/Einbau eines PC-Floppy-Laufwerks in meinen 500er.

Also habe ich ein PC-Floppy gesucht, welches alle Signale zur Verfügung stellt und noch am Markt erhältlich ist.

Schau` mal, ob Dir das hier weiterhilft (vielleicht brauchst Du dann nix am Amiga selbst löten):

http://www.forum64.de/wbb3/board314-au-erhalb-des-c64/board169-amiga/board163-hardware/38694-neue-floppys-f-r-amiga-500/#post453941
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Stephan++



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BeitragVerfasst am: Sa, 19.05.2012 19:02    Titel: Antworten mit Zitat

Soweit ich weiß stellen grundsätzlich alle Laufwerke das Ready Signal zur Verfügung, man muss eben nur eine Brücke löten, damit es auch am Stecker anliegt. Das habe ich ja laut Lötanleitung auch getan.
Das Problem ist, dass ab der A1200 ESCOM Serie der interne Pin des Ready Signals elektrisch nicht verbunden ist. Daher wird mir das von dir empfohlene Laufwerk nichts bringen. Beim A500 ist der besagte Pin noch elektrisch verbunden, daher funktioniert es bei dir.

Bevor ich mir nicht sicher bin, was ich im Amiga genau verlöten muss, lasse ich davon erstmal die Finger. Ich arbeite allerdings gerade an einer Platine, die ich mit einer DSUB-23 Buchse und 3 Shugart Buchsen ausstatten werde, so dass ich dort 3 externe Floppys anschließen kann. Die externen Laufwerke werde ich dann ebenfalls mit X-Copy testen. Allerdings muss ich erstmal ein paar D-FlipFlops auftreiben, bevor ich hier weiter machen kann. Wenn die Schaltung fertig ist, werde ich nochmal berichten.
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Stephan++



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BeitragVerfasst am: Sa, 19.05.2012 23:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hab eben mit einem Voltmeter direkt auf der MITSUMI D359M3 Floppy Platine nachgemessen. Das Ready Signal liegt korrekt an, wenn der Motor sich dreht bzw. seine Drehzahl erreicht hat. Das Laufwerk ist also 100% zum Amiga kompatibel.
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Stephan++



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BeitragVerfasst am: So, 20.05.2012 01:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ich konnte es nun doch nicht lassen und habe den Amiga nochmal komplett zerlegt um die Ready Signal Pins vom ext. und int. Floppy Port zu verbinden. Ich drehe also das Mainboard um und finde plötzlich folgendes vor:



Da ist mir wohl jemand zuvor gekommen!? Bei genauerem Betrachten stelle ich fest, dass hier ext. Pin 34 (/RDY) mit int. Pin 2 (/CHNG) verbunden wurde. Entweder hat man sich hier mit der Seite vertan, oder es handelt sich um einen Quick & Dirty Hack, da das PC Floppy Laufwerk, das ESCOM Werksmäßig damals verbaute, eventuell kein Ready Signal lieferte. Das erklärt auch warum man einige NDOS Spiele zum laufen bekommt, wenn man die Diskette mehrfach ein und auswirft. Beim Einwerfen wird bei obiger Verdrahtung nämlich ein kurzer Impuls auf der Ready Leitung erzeugt, was dazu führt dass der Trackloader ggf. ein wenig weiter liest.

Also Draht von int. Pin2 (/CHNG) abgeschnippelt und an int. Pin34 (/RDY) gelötet:



Fazit: X-Copy ist happy und ein NDOS Spiel (Hugo) lädt nun auch ohne Probleme. Smile
Damit wäre das Problem gelöst.

Vielen Dank an einen gewissen Tepe und gunatm, die mich auf diese Idee brachten.
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